Im kalten Schatten des Doms (Neue Auflage 170 x 220, 244 Seiten) jetzt 10,95 Euro 

ISBN 9 783750 4361 14 

 

Dieser Roman spielt in der Domstadt Köln, in der ein besonderes Klima herrscht, Klima nicht nur meteoro-logisch betrachtet, sondern auch zwischenmenschlich und gesellschaftlich.

Eine Kommunalverwaltung ist wie jeder Mikrokosmos eine Bühne, die zahlreichen Protagonisten die Möglichkeit bietet, sich einzurich-ten zwischen Machtanspruch, Eitelkeit, Realitätsverlust, Genuss, Manipulation und Beziehungsdrama.
In einer Kölner Behörde wird der Referent eines einflussreichen De-zernenten ermordet. Diese Art von Verbrechen ist im Stadtverwal-tungsmilieu neu. Dass jemand ermordet wird, der sich in der Politik, wenn auch nur am Rande derselben, bewegt, ist für diese Stadt un-typisch. Das verstößt gegen ihr wichtigstes Motto, nämlich „Leben und leben lassen“.
Dem zuständigen Kripo-Hauptkommissar gelingt es nur schwer, das Dickicht zu durchbrechen. Er trifft auf eine Reihe maßgeblicher Leute und glaubt letztlich doch, eine Spur entdeckt zu haben. 
Sein Vorge-setzter versucht ihn bei den Recherchen auf eine politische Schiene zu bringen. Damit erhofft er sich, den ihm unliebsamen Dezernenten los zu werden, dem man bisher weder Korruption noch sonst etwas nachsagen kann. Er ist nur in der „falschen“ Partei engagiert und zu-dem noch ein „Nordlicht“. Der Kommissar lässt sich davon jedoch nicht beeindrucken.
Während dessen gibt es ein zweites Opfer im engeren Umfeld des ersten. Diese Person ist der Amtsleiter Petersen, bewundert wie ge-fürchtet und von einer unübertroffenen Arroganz, der seine gesamte Umgebung gängelt und quält, wann immer ihm danach ist. Durch sei-ne parteipolitischen Beziehungen ist er unanfechtbar und kann seine Machenschaften weiterführen und seine bis zum persönlichen Hass ausufernden Gefühle ungestraft ausleben. Wesentlich unterstützt ihn  dabei seine Frau Mona, Täterin und zugleich Opfer. Ausgerechnet in diese Frau verliebt sich der ermittelnde Kommissar.
Obschon einige Jahre in Köln tätig, erhält er erstmalig Einblick in die-se ihm bisher fremde Welt und wird gezwungen, sich mit seinem ei-genen Leben auseinander zu setzen. Gar nichts ist festgefügt, wie er geglaubt hatte; Beziehungen sind nur dann von Bedeutung und ha-ben Bestand, wenn sie gesellschaftlicher Natur sind. Frauen in sei-ner Privatsphäre zuzulassen, fällt ihm immer schwerer.  
Der zweite Erzähl-Strang ist der Kontakt eines normalen Bürgers mit den „Insassen“ eines Amtes. Karl K. hat sich nie etwas zuschulden kommen lassen. Als er wirklich einmal im Leben in Not gerät und Hil-fe benötigt, versagt genau die Stelle, die mit einem Federstrich hätte helfen können. Folgen dieses Umgangs miteinander, wo im Grunde der Steuerzahler mit demjenigen, der durch seine Steuern erst lebt und Arbeit findet, im Notfall rechnen dürfte, sind für Karl fatal. Und nicht nur das, er steht zudem noch im Verdacht, den Referenten er-mordet zu haben; verschiedene Indizien deuten auf ihn hin. Er ver-liert sich so sehr, dass er zwischen Traum und Realität nicht mehr zu unterscheiden vermag. Der Hauptkommissar verdächtigt ihn zwar auch des Mordes, schafft jedoch aus einer Eingebung heraus mög-liche Indizien beiseite. Zu Recht, wie sich zeigen wird. Denn der Mör-der läuft frei herum, und niemand käme auf die Idee, dass es so et-was geben könnte.

Was man alles aus Datenbanken in einer großen Kommune zusam-menfügen kann, um skandalöse, aber der Wahrheit entsprechende Berichte zu erzeugen, zeigt sich kurz vor der Kommunal-Wahl, als sich abzeichnet, dass die eingeschlafene SPD politisch ausgedient hat und ziemlich viele wichtige Baustellen desolat hinterlassen wird.

Was sind da schon ein paar Morde?